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Mein Reisetagebuch Neuseeland

Hallo ihr da draußen !

Am 21.November werde ich nun endlich meine lang ersehnte Reise nach Neuseeland antreten. Auf dieser Seite will ich euch an meinem travel& work- Aufenthalt teilhaben lassen und euch darüber informieren, was ich da gerade so mache. Viel Spaß beim Lesen, eure Eva


Verfasst am 23.06.2007 16:49:21 Uhr
Gewusel und Unordnung
Ein froehliches Hallo aus Seoul, der Stadt der Maerkte und kauffreudigen Koreaner. Als ich gestern hier ankam hat mich erstmal der Schlag getroffen; hier ist es schwuel ohne Ende und die Strassen sind vollgequetscht mit Menschen und Wuehltischen. 2 wichtige Merkmale, die Neuseeland nicht vorweisen kann. Habe mich sehr darueber gefreut mal wieder nach 19 Uhr Leute auf den Strassen zu sehen, hier tobt das Leben! Und das Essen ist einfach wunderbar. Eine kleine Mutprobe musste ich jedoch bestehen, in einem koreanischen Restaurant mit Staebchen kleine eingelegte Bohnen aufpicken und dabei meine von der Schaerfe der Pfefferpaste in die Augen stroemenden Traenen unterdruecken. Die Bedienungen und Kuechenchef haben mich mit Adleraugen beocbachtet. Die Stadt ist praktisch ein einziger Basar, bestehend aus Ramsch und Garkuechen. Hier kann so gut wie niemand englisch, selbst die Leute in der Touristeninformation haben kein Wort verstanden. Aber mit den Haenden laesst sich auch reden und die Leute hier sind sehr freundlich. Heute war ich dann im Studentenviertel unterwegs und hab mich einfach nit der Masse treiben lassen. Morgen werde ich mir den ein oder anderen Palast anschauen und dann ist es auch schon fast so weit-naechsater Stop-Augustaanlage 28.
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Verfasst am 20.06.2007 13:15:35 Uhr
Vorfreude
Hier bin ich nun wo vor ziemlich genau 7 Monten alles begann: in Auckland. Ab jetzt trennen uns nur noch wenige Tage und sehr viele Kilometer voneinander. Den letzten Monat habe ich eher ruhig angehen lassen, nachdem ich zuvor fast taeglich den Ort gewechselt habe. Mein Karren hat seinen letzten Atemzug getan und liegt nun auf dem Autofriefhof in Ohakune beerdigt. Sein Tod war langsam und schmezvoll und hatte sich schon lange Zeit im Vorraus durch zahlreiche Symptome wie zum Beispiel Aufhusten des Motors oder starke (Rad-)Gelenkschmerzen angekuendigt und kam deshalb nicht ganz ueberraschend. Ich bekenne mich schuldig gegen meine ethischen Grundsaetze verstossen zu haben: ich habe Organhandel betrieben. Die Autobatterie und andere noch intakte Innereien gingen fuer ca.50 Euro ueber den imaginaeren Ladentisch.
Etwas erleichtert stieg ich dann in den Bus ein und verbrachte einige Zeit am noerdlichen Zipfel der Nordinsel. Am besten gafallen hat es mir am "bay of islands". 144 zum Teil winzige Inselchen tummeln sich um Paihia. Einige kann man schwimmwend erreichen, andere nur mit dem Boot.
Ausserdem habe ich eine Woche lang Landluft und Kuhmist geschnuppert. Im Austasch gegen Unterkunft und leckeres Essen habe ich wenige Stunden am Tag auf einer Farm gearbeitet. Abends machte ich es mir dann gemeinsam mit den 3 anderen freiwilligen Helfern vor dem Ofen in unserer kleinen Huette gemuetlich. Die Familie bei der wir lebten war sehr gastfreundlich und die 4jahrige Rosie war sehr interessiert an uns Helfern und loecherte uns mit Fragen. Als ich ihr erzaehlte, dass man nur gaaaanz gaaaanz lange graben muesse bis man dahin gelangt wo ich lebe, war sie nicht mehr davon abzuhalten eifrig Plaene fuer ihre Reise zu schmieden. Jetzt weiss ich aber auch wie anstrengend die lieben Kleinen sein koennen ("I want chocolate! Now. Now, now, now! CHOCOLATE!" ) und verbeuge mich ehrfuerchtig vor Margit und Franz (Hut ab!).
Alles weitere kann ich euch ja bald persoenlich berichten. Nur noch 5 Tage! Die Spannung steigt.
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Verfasst am 20.05.2007 09:33:59 Uhr
Christchurch und Banks Peninsula
Die letzten Tage waren einfach traumhaft: ca. 1 Stunde von Christchurch entfernt befindet sich die Banks Peninsula, eine Halbinsel, die ihr Form einem Vulkanausbruch zu verdanken hat. Dieser Teil ist vom Tourismus noch unberuehrt und deshalb sehr angenehm und friedlich. 5 winzige Doerfchen liegen direkt am Meer, jedes nur aus ein paar Haeusern bestehend. Die Flora und Fauna ist hier sehr faszinierend: Ich habe Pinguine watscheln gesehen, Delphine beim Spiel beobachtet, habe fette Seeloewen sich im Sand welzend gefilmt und Seerobben faulenzen geschaut.Natur pur eben.
Danach fuhr ich zurueck nach Christchurch und war erstmal geschockt von dem Industrielaerm und den vielen Geschaeften. Konnte meinen Tag hier deshalb auch nicht wirklich geniessen, denn ich war gestresst ohne Ende. Die naechsten Tage werde ich dann lieber in den Bergen verbringen: auf nach "Arthur's pass".
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Verfasst am 16.05.2007 10:59:06 Uhr
Dunedin
Schon zwei Monate ist es jatzt her, dass ich Linda aus Muenchen getroffen habe- und wir seither gemeinsam die Westkueste der Suedinsel unsicher gemacht haben. Wir haben gemeinsam den Fox Gletscher bestiegen, diverse Hostelkuechen auf Grunde unserer zahlreichen Kochorgien verwuestet (und natuerlich anschliessend wieder saubergeschleckt), haben viel gelacht und ein wenig getrunken.
Der Hoehepunkt unserer Reise war der Routeburntrack gewesen- kaum zu glauben aber wahr, wir sind 5 Tage lang ohne Elektrizitaet und Heizung durch den Busch gekrochen und haben vergeblich nach warmem Wasser gesucht. Aus Hygienegruenden haben wir uns bei winterlichen Temperaturen in eiskalte Bergseen geschmissen.
Nach dieser antstrengenden und spektakulaeren Wanderung waren wir dann heilfroh, endlich wieder in der Zivilisation angekommen zu sein: Queenstown! Waeren wir noch laenger in der Wildnis geblieben, haetten wir hoechstwahrscheinlich damit angefangen uns von Kaefern zu ernaehren und gemeinsam mit den Woelfen im Mondlicht gejault!
Ein weiteres unvergessliches Erlbnis war der Ausflug nach Milford sound gewesen- Wasserfaelle flossen so weit das Auge reicht von Bergen hinunter, die steil wie riesige Monster aus dem Wasser ragten. Nebelzungen schlaengelten sich um misterioese Klippen und Seehunde sangen mit dem Wind.
Die Westkueste ist fuer mich der bis jatzt schoenste Teil Neuseelands: malerische Sonnenuntergaenge an verlassenen Traumstraenden waren an der Tagesordnung. In Wanaka haben wir uns dann mit einem Kanadier und einem Englaender zusammengetan und zu viert eine extrem spassige Woche in und um diese entspannte Stadt mit dem wohl schoensten See der Welt verbracht. Die Waelder hier schimmern golden-roetlich, denn der Herbst ist da.
Dunedin ist eine sympathische Studentenstadt, doch fuer mich ist es Zeit zu gehen: ab jetzt werde ich wieder alleine unterwegs sein, denn auf mich wartet ja noch die Ostkueste mit ihren Walen und Pinguinen.
Nach dieser tollen Zeit mit Linda steht eines ganz klar fest: aud dem Oktoberfest wird zusammen geschunkelt was das Zeug haelt!
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Verfasst am 30.03.2007 02:45:41 Uhr
Nelson und Abel Tasman
Ein grosses froehliches Hallo an alle!
Erstmal sorry dafuer, dass ich mich seit hundert Jahren nicht mehr gemeldet habe doch zu meiner Verteidigung will ich zwei gute Gruende dafuer nennen:
1.)ich bin nun schon eine ganze Weile am gleichen Ort, naemlich Nelson (im Norden der Suedinsel) und so viel tut sich da dann acuh nicht und
2.)ich habe ja in einem meiner letzten Eintraege angekuendigt, dass ich mich erst wieder melden werde, wenn ich einen Job habe und Geld verdiene (was jetzt tatsaechlich der Fall ist!)
Der Verdacht, der zwischendurch aufkam, ich sei schlicht und einfach zu faul zu schreiben, liegt demnach also offensichtlich voellig fern.

Hiermit will ich nun versuchen die letzten Wochen so gut wie moeglich zusammenzufassen:
Wie ihr ja alle sicherlich wisst haben mich mein Pruda und die Elli im Februar hier in Neuseeland besucht und zusammen haben wir eine unglaublich tolle, kurze jedoch intensive Zeit miteinander verbracht. Gemeinsam mit zwei anderen Individuen (ja, Deutsche !?!) naemlich dem Volker und dem Bjoern (Gott segne sie!), die wir in Wellington kennen- und lieben gelernt haben sind wir dann losgezogen: ind en Abel Tasman national park. Mit Sack und Pack auf den Ruecken geschnallt stiefelten wir also los und sahen Dinge, deren pure Schoenheit ich nicht einmal zu beschreiben wage. Nur soviel: tuerkis-blaue Buchten, saftig gruene Waelder und weisse Sandstraende- wie im Paradis. Fuer alle, die sich selbst ein Bild davon machen wollen, allerdings kein Geld bzw. keine Zeit haben mal eben hierher zu fliegen ein Tip: einfach "abel tasman new zealand" googeln und staunen.
Nach diesen drei wunderschoenen Tagen im Nationalpark kehrten wir dann wieder in die Zivilisation zurueck- die folgenden Abende waren unvergesslich, trotz des guten Rotweins von dem insbesondere Felix nicht genug kriegen konnte :)
Unsere letzte gemeinsame Nacht verbrachten wir dann hier in Nelson, wo ich seitdem mein (imaginaeres) Zelt aufgeschlagen habe. Felix und Elli, ich danke euch fuer die wunderbare Zeit, euren grandiosen Humor, eure angenehme Entspanntheit und eure leckere selbstgemachte Marmelade!

Seit nun mehr als vier Wochen lebe ich hier in einer WG und verdiene meine Broetchen (oder Toasts) als Zimmermaedchen in Luxusapartments. Da mache ich also Luxusbetten zurecht, fuelle Luxusseife in luxurioese Seifenspender und, ja, muss zwischendurch auch mal das ein oder andere Luxusklosett putzen.
Durch den Job habe ich dann auch Shayna, eine in Mexiko aufgewachsene Amerikanerin kennengelernt. Mit ihr habe ich sowohl meinen Wischmob also auch meine Freizeit geteilt. Shayna betreibt leidenschaftlich gerne eine fuer junge Frauen ziemlich untypische Sportart: Rugby. So fand ich mich wider Erwarten auf einem Frauen-Rugbyspiel wieder- natuerlich nur als Zuschauerin. Zusammen trugen wir abends aktiv zur interkulturellen Verstaendigung bei, indem wir traditionelles mexikanisches Essen mit Dampfnudeln und Bier kreuzten.

Zweieinhalb Wochen ist es nun schon her dass ich meinen Reisepartner fuer die Suedinsel gefunden habe. Sein Name ist Pochocho und er ist ganze zwei Jahre aelter als ich. Er ist gut gebaut und hat vier Zylinder. Nein, nicht was ihr jetzt denkt: es handelt sich hierbei nicht etwa um einen kraeftigen Zirkusdirektor mit Hutfimmel, sondern um einen Mazda 626. Ich habe ihn von zwei sympathischen Chilenen spottbillig erworben,w eil die beiden am naechsten Tag nach Thailand abgeflogen sind und ihn deshalb so schnell wie moeglich loswerden mussten. Das ein oder andere Teil unter der Motorhaube musste ich dann doch noch auswechseln lassen, doch jetzt sind wir beide endlich startklar und motiviert fuer unsere Weiterreise gen Sueden.
Seid also gespannt auf unsere gemeinsamen Abenteuer! Es gruesst euch ganz lieb, eure Eva

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